Ausverkaufte Konzerte 2011

KOMMENTAR Von Ellen Paul

Die Messlatte hoch gelegt

Wundervoll, unvergesslich, hochkarätig, lustig, ergreifend - es gehen dem Betrachter fast die Adjektive aus, um das 21. Altenburger Musikfestival, seine Konzerte und vor allem seine Atmosphäre treffend zu beschreiben. Da mag es schon fast erleichternd sein, dass ausgerechnet die Operngala - alljährlich sonst der glanzvolle Höhepunkt - diesmal den Erwartungen nicht ganz gerecht werden konnte. Ansonsten wäre schon fast das Wort gigantisch eine treffende, zusammenfassende Beschreibung. Wo, bitteschön, bliebe dann die Steigerungsmöglichkeit?
Am Fazit indes ändert dies nichts.
Einmal mehr hat ein kleiner Verein gezeigt, was mit wenig Geld, aber großem Herzen und vielen engagierten Partnern möglich ist. Das sind übrigens mittlerweile schon drei: die OVZ, der Altenburger Orgelsommer und der Jazz-Klub.
Hinzu kommen Sponsoren, ohne deren Hilfe die mehr als moderaten Kartenpreise schon lange nicht mehr zu halten wären.
Und ein wunderbares Konzept: jungen, talentierten Künstlern eine Bühne zu geben.
Das alles jedoch würde verpuffen, wären da nicht die interessierten Zuschauer und -hörer. Was hier in diesem Jahr passiert ist, hat das Wort gigantisch tatsächlich verdient und die Messlatte überaus hoch gelegt. Acht restlos ausverkaufte Konzerte, viele Karten schon im Vorverkauf weg. All das spricht für die Qualität eines kleinen, aber feinen Festivals.

Quelle: Osterländer Volkszeitung, 23.8.2011


 

Pressekritiken 2011

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Nachlese zum Altenburger Musikfestival 2011

Das Altenburger Musikfestival 2011 startete am 11. August 2011 in die Saison mit 16 Konzerten in Altenburg und im Landkreis. Über 500 Musikerinnen und Musiker, Sängerinnen und Sänger waren innerhalb der zwei Festivalwochen im Agnesgarten und Festsaal des Altenburger Residenzschlosses, im Rittergut Treben, im Garbisdorfer Quellenhof und an vielen anderen Orten des Landkreises zu Gast. Die Stadt Altenburg hatte in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Altenburger Musikfestival e.V. ein Programm gestaltet, das über alle Grenzen und Epochen der Musik hinweg Beliebtem und Unbekanntem gleichermaßen Raum gab.
Wie im vorangegangenen Jahr startete das Festival bereits einen Tag vor seiner offiziellen Eröffnung am Donnerstag, 11. August mit einem Jazzkonzert im Agnesgarten des Altenburger Schlosses. Tango als ein modernes Feuerwerk aus Rhythmus, Melodie und Sound – dies war das Markenzeichen der Musiker von Tango Transit. Eine wilde Mischung aus Klassik und Jazz, aus Funk und Drum & Bass begeisterte das Publikum.
Das traditionelle Eröffnungskonzert des Altenburger Musikfestivals 2011 fand ebenfalls im stimmungsvollen Ambiente des Agnesgartens am Freitag, dem 12. August um 20.00 Uhr statt. Musical-Highlights aus Klassikern wie „Dirty Dancing“ und „Das Phantom der Oper“ wurden neben Ausschnitten aus aktuellen Musical-Produktionen wie „Woodstock“ oder Udo Lindenbergs „Hinterm Horizont“ gespielt. Bekannte Solisten der Musicalszene kamen zu diesem Konzert in die Skatstadt und wurden vom Orchester Dirk Jecht begleitet.
Das Pressefest der OVZ fand auch in diesem Jahr während des Musikfestivals statt. Die Osterländer Volkszeitung lud all ihre Abonnenten und Fans der goldenen Sechziger und Siebziger zu einer zünftigen Party in den Agnesgarten ein. Am 13. August begann die Show um 20.00 Uhr mit dem Beat-Club, die Special Guests des Abends waren die legendären Lords mit ihren Hits „Poor Boy“, „And at Night“ oder „Gloryland“ und vielen weiteren bekannten Songs. Wem am Samstagabend Beat einfach zu laut war, der konnte das Konzert „In Flamenco“ im Ponitzer Schloß wählen. Das Uli-Singer-Trio gastierte mit einem facettenreichen Swing- und Jazz-Konzert, das ganz unter dem Einfluß des Flamenco stand.
Bei freiem Eintritt und unter freiem Himmel fand das traditionelle Familienkonzert am Nachmittag des ersten Festivalsonntags mit der Combo Gurilly und dem 1. Ostthüringer Blasorchester seine Anhänger. Die Operettengala im Festsaal des Altenburger Schlosses ließ dann am Abend das Eröffnungswochenende stimmungsvoll ausklingen. Dieses Konzert ist seit Jahren ein unbedingtes Muß für alle Operettenfans des Landkreises, und weit vor Beginn des Festivals sind bereits alle Karten ausverkauft.
Am Montag, dem 15. August gastierte die gebürtige Chilenin Carla Seder Infante im Garbisdorfer Quellenhof. Die junge Sängerin, die vor allem in Oper und Musical zu Hause ist, gab nicht nur Einblicke in diese musikalischen Bereiche, sondern band auch Repertoire aus Jazz und Pop in ihren Konzertabend ein.

Etwas Besonderes an vokaler Gesangskunst war am Mittwoch, dem 17. August in der Altenburger Schloßkirche und am darauffolgenden Tag in der Stadtkirche St. Nikolai in Schmölln zu erleben. Der Knabenchor Dresden präsentierte ein abwechslungsreiches Programm, in dessen erstem Teil Werke von Komponisten standen, die entlang der berühmten via regia wirkten. Im zweiten Teil erklangen deutsche und internationale Volkslieder in interessanten Bearbeitungen.
Am Donnerstag waren musikalischer Rummel in Treben und eine Freifahrt auf der Musik-Achterbahn angesagt. Im Rittergut gastierte das total schizophrene Ensemble Tschess und nahm sein Publikum mit auf eine wahnwitzige Reise zu Evergreens und Hits der vergangenen Jahre. Die Wetterunbilden taten der guten Laune keinen Abbruch.
Mehr als 160 junge walisische Musikknappen, bewaffnet mit Bogen, klingendem Blech und schmetternden Stimmen, versetzten das Publikum am 19. August im Festsaal des Altenburger Schlosses in „Angst und Schrecken“, da innerhalb nur kurzer Zeit Piraten, Gladiatoren und Sternenkrieger aufeinandertrafen: Greater Gwent Youth Orchestra & Youth Choir spielten große Filmmusiken.
Das Jahr 2011 war ein Gedenkjahr an den großartigen Pianisten und Komponisten Franz Liszt. Überliefert sind seine Besuche in Altenburg, doch 2011 war die Meuselwitzer Orangerie Ort der Erinnerung. Felix Reuter gedachte Franz Liszt am Freitag, 19. August auf unterhaltende Weise mit unglaublichen Wahrheiten und fantastisch-pianistischen Unwahrheiten.
Die Qual der Wahl hatten die Besucher des Altenburger Musikfestival 2011 am letzten Samstag – gleich drei Konzerte standen an diesem Tag zur Auswahl. So gastierte das Landesjugendorchester Thüringen am Abend im Festsaal des Altenburger Schlosses. Die jungen Musiker, unter ihnen viele Schüler und Schülerinnen der Thüringer Musikschulen, stellten sich mit einem klassischen und unterhaltenden Orchesterkonzert mit Werken von Liszt, Weber und Händel erstmals in der Skatstadt vor. Bereits zwei Stunden vorher gastierte der junge florentinische Organist Olimpio Medori an der Trost-Orgel der Schloßkirche zu Altenburg. Im Bürgerhaus Löbichau fand am Nachmittag des 20. August ein Konzert mit dem tschechischen Ausnahmegeiger Ludek Lerst statt.
Nicht nur eine schöne Tradition, sondern auch ein vom Publikum heiß ersehnter Abend und krönender Abschluß des Festivals ist die alljährliche Operngala mit dem Festivalorchester Cappuccino und jungen Gesangsinterpreten unter der bewährten Leitung von Albrecht Winter am letzten Sonntag des Musikfestivals im Festsaal des Altenburger Schlosses.
Weitere Informationen auch zum Jahrgang 2012 des Altenburger Musikfestivals gibt es auf www.altenburger-musikfestival.de



Der Förderverein bedankt sich bei Jens-Paul Taubert für die freundliche Bereitstellung der Fotos.

 

Fotos 2011

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